14 Millionen Euro für wissenschaftliche Gründerteams
14 Millionen Euro für sechs erfolgsversprechende Gründerteams in der Biotechnologie: Das ist das Ergebnis der dritten Auswahlrunde des Wettbewerbs "GO-Bio" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen erklärte: "Wir wollen dafür sorgen, dass Deutschland aus der aktuellen Wirtschaftskrise gestärkt hervorgeht. Mit dem Wettbewerb GO-Bio fördern wir Forscherteams, um technisch anspruchsvolle Ideen zu einer tragfähigen Unternehmensgründung reifen zu lassen." Die Gewinner forschen an der Universität Rostock, der Universität Würzburg, der TU Berlin, der Universität Ulm, dem Helmholtz Zentrum München und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.
In Deutschland wagen immer noch zu wenige Forscher den Sprung ins Unternehmertum. Deshalb hat das BMBF 2005 die "Gründungsoffensive Biotechnologie" (GO-Bio) gestartet. Der Wettbewerb soll die Hürden für gründungsbereite Spitzenwissenschaftler senken und bereits im akademischen Umfeld künftigen Unternehmern den Weg bereiten. GO-Bio soll Forscher ermuntern, ihre guten Ideen in Produkte umzusetzen.
Über maximal sechs Jahre finanziert das BMBF Forscherteams, die eine wissenschaftliche Idee zu einem marktfähigen Produkt weiter entwickeln und ein Unternehmen gründen wollen. Die Finanzierung erfolgt dabei in zwei Phasen. In der ersten Förderphase soll das Anwendungspotenzial der Entwicklung herausgearbeitet und bewertet werden. In der zweiten Phase, über die nach einer Zwischenerhebung entschieden wird, soll die wirtschaftliche Verwertung beginnen.
In den ersten drei Runden wurden 28 Projekte für eine Förderung empfohlen. Mit durchschnittlich 2,2 Millionen Euro allein für die erste dreijährige Projektphase ist die Förderung durch GO-Bio sehr attraktiv. Sechs Unternehmensgründungen sind bislang aus den geförderten Projekten hervorgegangen, weitere stehen bevor. Insgesamt konnten die Gründungen bisher ca. 25 Millionen Euro privates Kapital mobilisieren.
Vier Projekte aus der ersten Auswahlrunde wurden bereits in die zweite Förderphase überführt. Aktuellstes Beispiel ist die von Professor Sahin in Mainz gegründete Ribological GmbH. In diesem Fall wurde die GO-Bio-Förderung sogar zum Kern eines regionalen Translationszentrums für Krebsmedizin. Professor Sahin ist mittlerweile an mehreren Ausgründungen aktiv beteiligt. Allein für die Ganymed AG gelang es 2008, 65 Millionen Euro an privatem Beteiligungskapital zu akquirieren.
Die meisten der 28 geförderten Projekte befassen sich mit der Entwicklung neuer Arzneimittel bzw. mit Dienstleistungen für die Pharmaentwicklung. Einzelne Projekte beschäftigen sich aber auch mit Medizintechnik oder Pflanzenschutz.
Quelle: Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung
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