BIOGAS NORD gegen Nachfragerückgang gut aufgestellt

28.09.2007 | Hamburg
Positives Ergebnis zum Jahresende erwartet

Die BIOGAS NORD AG, Bielefeld, hat sich im ersten Halb-jahr des Geschäftsjahres 2007 nahezu planmäßig entwickelt. Neben einer guten Positionierung im Inland konnten bereits wichtige Schritte zum Auf- und Ausbau des Auslandsgeschäfts unter-nommen werden. Die Gesamtleistung erreichte in den ersten sechs Monaten ein Volumen von gut 10 Mio. EUR und lag damit auf Vorjahreshöhe. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verfehlte mit minus 1,7 Mio. EUR nur knapp das Planergebnis von minus 1,5 Mio. EUR. Für das gesamte Jahr plant die BIOGAS NORD AG ein Wachstum der Gesamtleistung um über 33 % auf etwa 40 Mio. Euro und ein leicht positives Ergebnis. "Das erste Halbjahr markiert in unserer Branche traditionell die umsatzschwache und auch ertragsschwache Periode im Jahr", erläutert der Vorstandsvorsitzende Gerrit Holz das Ergebnis. "Die Erträge aus dem Bau, der Fertigstellung und der Inbetriebnahme von Biogasanlagen werden zum Großteil immer erst in der zweiten Jahreshälfte eingefahren." Darüber hinaus reflektiert das Ergebnis die hohen Vorleistungen für den erfolgreichen Aufbau der Kapazitäten im Ausland. Bis zum heutigen Datum wurde bereits die Gründung von BIOGAS NORD Tochtergesellschaften in England, Frankreich, Spanien und den USA vollzogen. Die Mitarbeiterzahl von BIOGAS NORD wuchs im ersten Halbjahr von 102 auf 151. Der Auftragseingang entwickelte sich im Berichtszeitraum sehr dynamisch. In den ersten sechs Monaten konnten bereits Aufträge im Volumen von 28,7 Mio. Euro akquiriert werden, was der Größenordnung des Gesamtumsatzes des Geschäftsjahres 2006 entspricht. Der Anteil der Aufträ-ge aus dem Ausland hat sich mit 36 % (Vorjahr: 15 %) mehr als verdoppelt. Insgesamt geht BIOGAS NORD davon aus, Aufträge im Volumen von rund 60 Mio. EUR im Gesamtjahr kontrahie-ren zu können. Die Entwicklung der Auftragseingänge zeigt, dass BIOGAS NORD neben dem planmäßigen und erfolgreichen Aufbau im Ausland auch im Inland gut positioniert ist. Die Nachfrage aus dem landwirtschaftlichen Bereich hat sich in der Berichtsperiode generell abgekühlt, weil die stark gestiegenen Substratpreise die Wirtschaftlichkeit des Betriebs von Biogasanlagen belasten. BIOGAS NORD wurde jedoch von dieser Marktentwicklung nicht dermaßen getroffen wie einige Wettbewerber. "Dies hängt zum einen mit der Agrarstruktur in unserem Kernabsatzgebiet zusammen", so Holz. "Unsere landwirtschaftlichen Kunden und potenziellen Auftraggeber vor allem in Nord- und Ostdeutschland sind durch größere Anbauflächen und mangelnde Vermarktungsalternativen nicht so sehr von hohen Substratpreisen betroffen wie beispielsweise Landwirte in Süddeutsch-land." Zum anderen sind die Biogasanlagen von BIOGAS NORD aufgrund des hohen Entwick-lungseinsatzes technisch in der Lage, mit flexiblen Einsatzstoffen und einem hohen Anteil an NaWaRo-Bonus-fähigem Wirtschaftsdünger hochpreisige Substrate zu ersetzen. "Unser Ziel aus dem Frühjahr, in diesem Jahr doch noch schneller zu wachsen als zum Zeitpunkt des Börsengangs Ende 2006 geplant, haben wir allerdings etwas zurückgenommen", so Holz. Im Frühjahr hatte die BIOGAS NORD AG ihre Erwartung auf eine Gesamtleistung von mindestens 44 Mio. Euro angehoben. Dies hängt wesentlich damit zusammen, dass zwei Aufträge aus Indien voraussichtlich nicht mehr in diesem Jahr abgewickelt werden können, sondern erst im nächsten Jahr. "Insgesamt sind wir jedoch mit der Entwicklung zufrieden", so Holz. "Wir haben frühzeitig er-kannt, dass wir uns nicht allein auf das Wachstum im Inland stützen dürfen und daher unsere Anstrengungen rechtzeitig auf den Ausbau im Ausland gerichtet." In vielen Ländern steht die Biogas-Branche erst am Anfang eines Booms, da in diesen Ländern erst vor kurzem gesetzliche Regelungen über die Förderung von Erneuerbaren Energien in Kraft getreten sind bzw. noch in Vorbereitung sind. Im Inland erwartet BIOGAS NORD darüber hinaus neues Wachstum durch die steigende Nachfrage von institutionellen Investoren und Energievorsorgungsunternehmen nach sehr viel größeren Anlagen. "Die Politik sorgt mit ihren Klimaschutzzielen und der damit ver-bundenen Förderung von Erneuerbaren Energien für eine auch langfristige Basis für unsere Branche", so Holz weiter.

Quelle: Pressemeldung german communications dbk ag

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