"B CUBE Dresden" wird für fünf Jahre gefördert
Damit ist der Weg für ein neues, innovatives Forschungszentrum mit 100 Mitarbeitern und neuem Laborgebäude geebnet. Die Initiatoren des neuen Zentrums wollen neue Materialien und Technologien inspiriert von der Natur entwickeln. Das BMBF-Förderprogramm "Unternehmen Region - Zentren für Innovationskompetenz" hat in der bereits 2. Runde acht Zentren in den neuen Bundesländern für eine Förderung ausgewählt, davon zwei in Sachsen - Dresden und Freiberg.
Die sächsische Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange gratulierte zur Annahme des Projektes: "An der TU Dresden besteht nun die Chance, neben einer starken Biomedizin auch das Molecular Bioengineering zu einer weiteren starken Säule der Biotechnologie in Dresden auszubauen. Das ist ein Zeichen für Forschungsexzellenz und erfolgreiche Schwerpunktsetzung."
Für den Rektor der TU Dresden, Professor Hermann Kokenge, beweist sich damit einmal mehr, wie richtig es für die TUD ist, ihre Kompetenzen im Bereich Biotechnologie z.B. mit der Profillinie "Regenerative Medizin und Molecular Bioengineering" zu bündeln. "Mit unserer Förderung der besonders leistungsfähigen Bereiche innerhalb der Universität liegen wir richtig. Nachdem wir im Bereich der Biotechnologie bereits bei der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder punkten konnten, sehe ich unsere Forschungsstrategie mit der heutigen Entscheidung des BMBF einmal mehr bestätigt. Das Besondere am ZIK B CUBE ist, dass sich hier das Biotechnologische Zentrum der TU Dresden (BIOTEC) noch stärker als bisher mit anderen ebenfalls sehr erfolgreichen Forschungsbereichen der Biotechnologie an der TUD vernetzt."
Das Initiatorenteam um die Professoren Daniel Müller und Christoph Neinhuis sowie Dr. Carsten Werner strebt die Etablierung einer neuen Wissenschaftsdisziplin zur Entwicklung neuer Materialien und Technologien nach dem Vorbild der Natur an. In der Pflanzen- und Tierwelt existiert eine bisher kaum erforschte Fülle unterschiedlicher funktionaler Systeme, die komplexe Prozesse in flexibler Weise realisieren. Wenn man sich diese natürlichen Vorbilder zu Nutze macht, sind neue Materialien und Technologien möglich, die für die Sicherung unserer Lebensgrundlagen dringend benötigt werden.
Um diese Ziele zu erreichen, identifiziert und analysiert B CUBE natürliche Strukturen und Funktionen, wie sie insbesondere in Lebensräumen mit Extrembedingungen, z.B. in der Wüste, vorkommen. Das Besondere am Dresdner Ansatz von B CUBE ist die Untersuchung dieser natürlichen Vorbilder auf molekularer Ebene, die dann in künstliche Systeme übersetzt und gegebenenfalls neu kombiniert werden können. Denkbar sind so z.B. die Herstellung selbstheilender Materialien oder rohstoff- und energieeffizientere Prozesse auf Basis molekularer Maschinen.
Zentren für Innovationskompetenz - Das Programm
Die ostdeutschen Regionen brauchen Spitzenforschung vor Ort, um langfristig wirtschaftlich erfolgreiche, international wettbewerbsfähige Cluster zu entwickeln. Notwendig sind international leistungsstarke Forschungszentren, die sich schon in ihrer Grundlagenforschung an zukünftigen Hochtechnologiemärkten orientieren und die Basis schaffen für erfolgreiche Verfahrens- und Technologieinnovationen. Hier setzt das Programm "Zentren für Innovationskompetenz: Exzellenz schaffen - Talente sichern" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung an.
Quelle: Pressemeldung Technischen Universität Dresden
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