Ein bedeutender Schub für die Stammzellforschung
Für aufstrebende Talente in der Stammzellforschung bietet die Medizinische Klinik, Abteilung Innere Medizin V (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. med. Anthony D. Ho) eine attraktive Karriereperspektive: Durch die großzügige Unterstützung der Joachim-Siebeneicher-Stiftung aus Heidelberg wird am Universitätsklinikum zum 1. Januar 2009 Heidelberg eine „Stiftungsprofessur“ für Regenerative Medizin mit einer Laufzeit von fünf Jahren eingerichtet. Dafür stellt die Stiftung Mittel in Höhe von 360.000 Euro bereit. Die Nachwuchsförderung auf den zukunftsträchtigen Gebieten der Selbsterneuerung von Zellen und der Alternsforschung erhält damit weiteren Auftrieb.
Bei einem Besuch der Vorstandsmitglieder Norbert Mahlke und Robert Schilling sowie der Schriftführerin der Stiftung Martha Hochmann am 29. September 2008 in der Klinik wurde die Bereitschaft, die regenerative Medizin zu unterstützen, verkündet und Sondierungsgespräche geführt. Nach Beratung in einer Vorstandssitzung der Siebeneicher Stiftung wurde die Einrichtung einer Stiftungsprofessur als Fördermaßnahme beschlossen und sogleich die Entscheidung Professor Dr. Anthony D. Ho, dem Ärztlichern Direktor der Klinik, mitgeteilt.
Kontinuität zahlt sich aus
Schon seit 2002 unterstützt die Joachim Siebeneicher Stiftung die Stammzell- und Alternsforschung in der Medizinischen Klinik V. Zuwendungen in Höhe von 68.000 bis 82.000 Euro pro Jahr wurde bisher auf jährlichen Antrag für die Untersuchung der Wechselwirkung zwischen Stammzellen und ihren Nischen gewährt. Als Ausdruck seines Dankes für die langjährige Unterstützung hatte Professor Ho die Vorstandsmitglieder der Joachim Siebeneicher Stiftung in die Klinik eingeladen, um an Ort und Stelle zu zeigen, wie die Forschungsgelder der Stiftung eingesetzt werden und welche Ergebnisse dabei erzielt werden konnten.
„Dieser Austausch hat wesentlich zum Verständnis für die Zielsetzung der Stammzellforschung, nämlich die Mechanismen und Ursachen des Alterungsprozesses auf Einzelebene aufzuklären, beigetragen“, erklärte Anthony D. Ho. Nun könnten die wichtigsten Faktoren für den Alterungsprozess auf zellulärer Ebene, speziell bei Stammzellen, identifiziert und molekularbiologische Ursachen bekämpft werden. „Diese Perspektive macht den hohen Stellenwert der Stammzellforschung für die gesamte regenerative Medizin deutlich“, sagte Ho.
Initialzündung für Nachwuchsforscher
Durch die Unterstützung der Joachim Siebeneicher Stiftung hat die Stammzellforschung einen deutlichen Schub erfahren und kann nach nunmehr sechs Jahren eine positive Bilanz vorweisen: Mit den zusätzlichen Mitteln hat die Abteilung insbesondere Nachwuchswissenschaftler gefördert, die hervorragende Forschungsergebnisse vorweisen konnten, so dass sie in Folge von öffentlichen Förderern wie der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Landesstiftung Baden-Württemberg weiter unterstützt wurden.
Die Mittel der Siebeneicher Stiftung stellen eine ungewöhnliche Kontinuität in der Wissenschaftsförderung dar. Im Vergleich zu öffentlichen Drittmitteln, die oft nur eine Laufzeit von zwei bis drei Jahren haben, bietet die Fördermaßnahme der Stiftung deutlich mehr Planungssicherheit für die Stammzellforschung an der Medizinischen Klinik V .
„Mit der Siebeneicher Stiftungsprofessur können wir jetzt kompetenten Nachwuchswissenschaftlern hier am Standort Heidelberg eine längerfristige Perspektive anbieten“, so Professor Ho. „Sie ist eine absolut sinnvolle Ergänzung zur öffentlichen Drittmittelförderung.“
Die Siebeneicher-Stiftung in Heidelberg wurde 1974 von Dr. Joachim Siebeneicher und seiner Ehefrau Charlotte gegründet. Sie fördert unter anderem Projekte in der biomedizinischen Forschung, im öffentlichen Gesundheitswesen sowie in der Jugend- und Altenhilfe und vergibt einen 50.000 Euro dotierten Forschungspreis an exzellente Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät Heidelberg.
Quelle: Pressemeldung Universitätsklinikum Heidelberg
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