Einwegsysteme haben in der Biotechnologie die Nase vorn

07.06.2010 | Neuss
Auf große Resonanz stieß auch der dritte, europäische Biotechnologie-Tag im Technologiezentrum von 3M in Neuss. Zu dem englischsprachigen Kongress konnte der auf Filtrations-, Separations- und Aufreinigungslösungen spezialisierte Geschäftsbereich 3M Purification (früher 3M Cuno Products) erneut rund 90 Teilnehmer aus zehn verschiedenen Ländern begrüßen.

Von den insgesamt zehn Referenten, darunter Vertreter namhafter Unternehmen wie Pfizer, Rentschler oder Roche, wurden "Innovations in Disposable Biotech Applications" thematisiert. Gemeint ist damit die Nutzung von Einwegprodukten und -systemen in entsprechenden biotechnologischen Anwendungen. Dabei hielt 3M als Veranstalter am erfolgreichen Konzept der beiden vorangegangenen Kongresse fest, bei dem Praxiserfahrungen von Anwendern an Anwender weitergegeben wurden. Hinzu kamen eine strategische Betrachtung des Biotechnologie-Marktes, speziell in Bezug auf Vermarktungs- und Kooperationsmöglichkeiten, sowie eine Diskussion über die Nachhaltigkeit in diesem industriellen Sektor. Christiane Grün, als Mitglied der 3M Geschäftsleitung verantwortlich für den Geschäftsbereich Health Care, gab den Gästen, vor allem Entscheider und Anwender von Filtrationsprodukten in der (bio)pharmazeutischen Industrie, zudem interessante Einblicke in die Prozesse der Kommerzialisierung von Produkten des Multi-Technologieunternehmens.

Im Verlauf des Kongresses zeigte sich anhand zahlreicher Beispiele, dass Einwegsysteme in biotechnologischen Prozessen im Vergleich mit mehrfach nutzbaren Systemen deutliche Vorteile bieten. So helfen sie zum Beispiel, Fertigungskosten zu senken, weil aufwendige Reinigungsverfahren ebenso entfallen können wie deren Validierung. Zugleich vermeiden sie die Gefahr von Kreuzkontaminationen in einer flexiblen Produktion. Ein geringerer Kapital- und Platzbedarf sind weitere Gründe für den Einsatz von Einwegsystemen.

Im Fokus der Präsentationen von Erfahrungen mit Einwegsystemen standen auch zwei neue Entwicklungen aus dem Geschäftsbereich 3M Purification: das 3M Zeta Plus Encapsulated System und ein noch in der Entwicklung befindliches, synthetisches Adsorber-Material.

Das innovative Capsulensystem, das zum Beispiel bei der Klärung von Zellkulturen zum Einsatz kommt, wird vor allem Ansprüchen an die ergonomische Gestaltung von Arbeitsplätzen in der Biotechnologie gerecht. Dank einer speziellen Haltevorrichtung ist es vom Anwender leicht in der Horizontalen bestückbar, um dann anschließend vertikal für Filtrationsprozesse genutzt werden zu können. Damit wird eine einfache und zugleich sichere Bedienung der Filtrationseinheit möglich. Das System bietet skalierbar bis zu 11,2 m2 Filterfläche mit 3M Zeta Plus Maximizer EXT Filtermaterial.

Das neue, synthetische Adsorber-Material wird künftig die Abreicherung von DNA, HCP oder Viren in der (bio)pharmazeutischen Produktion verbessern, sowohl in Up- als auch in Downstream-Prozessen. Es enthält kaum extrahierbare Bestandteile und trennt sowohl mechanisch als auch adsorptiv ab.

Quelle: Pressemeldung 3M Deutschland GmbH

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