Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie plant umfangreichen Ausbau mit Merz Pharma

24.01.2007 | Frankfurt am Main
FIZ Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie vermietet noch vor Baubeginn des 2. Bauabschnitts 80 Prozent der neu entstehenden Forschungsflächen

Die FIZ Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie GmbH, Frankfurt am Main, beginnt noch im Frühjahr dieses Jahres mit einer umfangreichen Erweiterung des Gebäudekomplexes und wird die Forschungsflächen mehr als verdoppeln. Dies teilten das FIZ Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie und Merz Pharma heute mit. "Das FIZ ist in kurzer Zeit zu einer wichtigen Adresse für Innovation, Forschung und unternehmerischer Initiative avanciert", sagt Aufsichtsratvorsitzender Ministerpräsident Roland Koch. Während der erste Bauabschnitt mit rund 6.400 qm zu 100 Prozent belegt ist, reagiert das Innovationszentrum mit dem Ausbau um weitere 8.000 qm auf die große Nachfrage. Merz Pharma GmbH & Co. KGaA, Frankfurt am Main, wird 80 Prozent des zweiten Bauabschnitts anmieten.

"Dass Merz die Infrastruktur des FIZ für Spitzenforschung und weiteres Wachstum nutzt, zeigt mir, dass wir mit dem Ausbau des Wissensstandorts Science City Frankfurt-Riedberg erfolgreich vorankommen", sagt Oberbürgermeisterin Petra Roth. Merz Pharma nimmt mit der Entwicklung des europaweit einzigen zugelassenen Wirkstoffs Memantine für die moderaten bis schweren Verlaufsformen der Alzheimer-Demenz international eine führende Rolle in der Demenz-Therapie ein. Bei Neuverschreibungen in Amerika hat das Frankfurter Unternehmen mit seinem Partner Forest Laboratories mittlerweile einen Marktanteil von über 30 Prozent erlangt. Nachdem Merz bereits Flächen des ersten Bauabschnitts des FIZ im Frühjahr 2006 bezogen hat, wird die Pharma-Gruppe durch den Einzug in den zweiten Bauabschnitt ihre Forschungsaktivitäten im FIZ verstärken. "Wir haben allein in der Forschung und Entwicklung im vergangenen Geschäftsjahr 58 neue Vollzeitstellen geschaffen, um unsere Forschungsaktivitäten in der Neurologie, aber auch zunehmend in der Dermatologie gezielt auszubauen. Wir freuen uns über modernste Laborgebäude und einen Standort, der Synergien mit der Universität und Forschungsinstituten fördert", kommentiert Professor Dr. Bernhard Scheuble, CEO der Merz-Gruppe, die Entscheidung für das FIZ.

Die im FIZ angesiedelten Unternehmen profitieren von der direkten Nachbarschaft zum naturwissenschaftlichen Campus Riedberg der Johann Wolfgang Goethe-Universität, von der Nähe zum Max-Planck-Institut für Biophysik, zum künftigen Max-Planck-Institut für Hirnforschung und zum Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS). Zudem arbeitet das FIZ mit regionalen und nationalen Forschungsinstitutionen zusammen wie dem jüngst ausgezeichneten Exzellenzcluster "Herz-Lungen-Systeme" der Universitäten Frankfurt und Gießen. International kooperiert das FIZ u.a. mit dem "University Research Park" der Universität Wisconsin-Madison (USA) und dem Paharpur Business Centre in Neu Delhi.

"Die Entscheidung von Merz Pharma ist ein deutlicher Beweis, dass innovative Infrastrukturmaßnahmen wie das FIZ in der Region richtungweisend sind. Sie schaffen attraktive Bedingungen für privatwirtschaftliche Investitionen, stärken den Technologiestandort Frankfurt-Rhein-Main und setzen damit entscheidende Impulse für die Konjunktur und den Arbeitsmarkt", sagt Ministerpräsident Roland Koch.

"Innerhalb von zwei Jahren sind durch das FIZ rund 120 hochqualifizierte Arbeitsplätze in der Region geschaffen oder gesichert worden. Mit dem anstehenden Ausbau des FIZ werden in den nächsten zwei Jahren mindestens weitere 180 Arbeitsplätze in der pharmazeutischen Spitzenforschung hinzukommen", sagt Oberbürgermeisterin Petra Roth. "Das FIZ weist den Weg", bestätigt Dr. Joachim von Harbou, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt. "Innovationsfähigkeit, Kreativität und Unternehmertum sind die Voraussetzungen für die Leistungsfähigkeit unserer Wirtschaft. Durch intelligente Vernetzung werden die Bedingungen für wirtschaftliche Selbständigkeit und anwendungsorientierte Forschung erheblich verbessert."

"Mit Merz Pharma ist es uns gelungen ein Vorzeigeunternehmen für die Science City Frankfurt-Riedberg zu gewinnen, mit dem die kritische Masse des jungen Life Science Clusters weiter ausgebaut wird. Die Attraktivität des FIZ für forschende Unternehmen wird hierbei unterstrichen", sagt Dr. Christian Garbe, Geschäftsführer der FIZ Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie GmbH, mit Blick auf die bevorstehende Erweiterung.

Quelle: Pressemeldung Merz GmbH & Co. KGaA

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