Gemeinsame Pressemitteilung von Campact, Bund Naturschutz in Bayern und Zivilcourage

29.01.2009 | Starnberg
Gen-Mais: Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner muss auf ihre Wähler hören!

Anlässlich des Besuchs von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner auf dem Kreisbauerntag in Andechs am 2. Februar enthüllte heute in Starnberg ein breites Bündnis von Umwelt-, Bio- und Imkerorganisationen eines von 36 Großplakaten gegen Gen-Mais. Auf den Plakaten sind Fotos von Bürgern aus der Region zu sehen, die mit Schildern von Ilse Aigner einen Stopp des Anbaus von Gen-Mais fordern. Die anderen Plakate hängen über den gesamten Bundestagswahlkreis von Ministerin Aigner verteilt (Landkreise Starnberg, Bad Tölz/Wolfratshausen und Miesbach). Die Aktion wird u.a. vom Bund Naturschutz in Bayern (BN), dem Aktionsbündnis Zivilcourage und dem Online-Netzwerk Campact organisiert.

"Die Menschen in Bayern wollen keinen Risiko-Mais auf den Feldern, der sich unkontrolliert verbreitet. Jetzt muss Ministerin Aigner auf ihre Wähler hören und den Gen-Mais in Brüssel stoppen", fordert Stefanie Hundsdorfer vom Online-Netzwerk Campact. Bereits am 16. Februar wird Aigner gemeinsam mit ihren EU-Amtskollegen in Brüssel darüber abstimmen, ob zwei neue Gen-Maissorten (Bt11 von Syngenta und1507 von Pioneer) zum Anbau zugelassen werden. In den Monaten darauf muss sie zudem in der EU über die erneute Zulassung des Gen-Mais MON810 entscheiden, der bisher einzigen zum kommerziellen Anbau zugelassenen Gen-Pflanze.

"80 Prozent aller Bayern lehnen Gen-Mais ab - gerade auch CSU-Anhänger. Ignoriert Aigner diesen Wählerwillen, wird ihr und der CSU dies bei den Europa- und Bundestagswahlen erneut auf die Füße fallen. Wer Gen-Mais sät, wird enttäuschte Wähler ernten.", so Carola Belloni, Mitglied im Vorstand des Bund Naturschutz in Bayern. Nach einer von Campact in Auftrag gegebenen Emnid-Umfrage sind 80 Prozent der Bayern für ein Anbauverbot des Gen-Mais MON810.

"Gen-Mais wird verfüttert und landet damit als Käse, Milch, Eier und Fleisch auf unseren Tellern. Dabei sind die Folgen für Mensch und Tier völlig ungeklärt. Dieses Spiel mit dem Risiko muss ein Ende haben", fordert Annelies Holzer vom Aktionsbündnis Zivilcourage Bad Tölz/Wolfratshausen.

Die Großplakate bilden den Auftakt für weitere Aktionen, die die Organisationen in den nächsten Monaten im Bundestagswahlkreis von Ilse Aigner gegen Gen-Mais planen. Am 2. Februar werden sie der Ministerin am Rande des Bauerntags des Landkreises Starnberg in Andechs über 45.000 Postkarten überreichen, die Bürger in den letztenMonaten im Internet unterschrieben haben (www.genmais-stoppen.de). Zudem formulieren sie ihre Warnung an die Ministerin mit einer Aktion: Eine große Aigner-Puppe auf Stelzen sät Gen-Mais. Dahinter das Transparent: "Wer Gen-Mais sät, wird enttäuschte Wähler ernten." (Beginn der Aktion: 11:00 Uhr; Postkartenübergabe: 12:45 Uhr).

Quelle: Pressemeldung Campact e.V.

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