Hirnforschung für eine intelligentere Technik

30.10.2008 | Berlin
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert in Berlin ein Zentrum auf dem Gebiet „Computational Neuroscience“ / 4,1 Millionen Euro fließen an die TU Berlin

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Programms „Nationales Netzwerk Computational Neuroscience“ an den Bernstein-Zentren in Berlin, Göttingen, Freiburg und München hat das BMBF jetzt ein neues Vorhaben bewilligt. Das Projekt „Bernstein Fokus Neurotechnologie – Nichtinvasive Neurotechnologie für Mensch-Maschine-Interaktion“ wird über fünf Jahre mit insgesamt 5,7 Millionen Euro gefördert.

Beteiligt sind die TU Berlin, die Charité und die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Berlin. Klaus-Robert Müller, Professor für Maschinelles Lernen/Intelligente Datenanalyse an der TU Berlin, leitet den Verbund. Auf Seiten der TU Berlin gehören zu dem Forschungsteam Prof. Dr. Klaus Obermayer (Fachgebiet Neuronale Informationsverarbeitung), Prof. Dr. Sebastian Möller (Quality & Usability Lab der Deutschen Telekom Laboratories), Prof. Dr. Felix Wichmann (Fachgebiet Modellierung kognitiver Prozesse) und Dr. Benjamin Blankertz (Fachgebiet Maschinelles Lernen). An die TU Berlin fließen 4,1 Millionen Euro.

Das Berliner Verbundprojekt steht für eine nachhaltige Infrastrukturmaßnahme zur Weiterentwicklung von nichtinvasiven Hirn-Computer-Schnittstellen (Brain-Computer-Interfaces) und den damit verbundenen Mess- und Datenanalysetechniken.

Der Forschungsschwerpunkt an der TU Berlin liegt auf den theoretischen und datenanalytischen Aspekten der zu entwickelnden neurotechnologischen Anwendungen. Insbesondere werden spezifische Algorithmen zur Signalverarbeitung und des maschinellen Lernens entwickelt.

Die zu entwickelnde Neurotechnologie hat perspektivisch vielfältige marktrelevante Anwendungen. So könnte die Qualität von Sprach- und Videoübertragung in Kommunikationssystemen bei gleichbleibender Bandbreite verbessert werden oder entsprechende Biosignale dazu dienen, die Gebrauchstauglichkeit von PCs und mobilen Geräten wie Handys zu erhöhen. Um die Umsetzung erfolgversprechender Ansätze in die Praxis zu gewährleisten, ist das Quality & Usability Lab der Deutschen Telekom Laboratories an dem Projekt beteiligt. Möglicherweise können darüber hinaus neurobasierte Fahrerassistenzsysteme entwickelt werden, die zu erhöhter Verkehrssicherheit führen.

Die noch junge Wissenschaftsdisziplin Computational Neuroscience wendet Methoden aus der Mathematik und Informatik im Bereich der Gehirnforschung an. Dabei geht es vor allem darum, das Innovationspotenzial der Neurowissenschaften auszuschöpfen – sei es zum besseren Verständnis der Funktionsweise des Gehirns, bei der Prävention und Therapie von Erkrankungen des Gehirns, für die Entwicklung hochleistungsfähiger Prothesen oder für intelligentere und kundenfreundlichere Technik - wie bei diesem jüngsten Projekt.

Quelle: Pressemeldung Technischen Universität Berlin

Dieser Beitrag wurde bisher 118 mal gelesen.
(Rang 215 auf biotech-info24.de)

Klicken Sie hier um zum Anfang der Seite zu gelangen.

Weitere News

Nutella-Etikett kann Verbraucher in die Irre führen

374 mal gelesen. Rang 30 auf biotech-info24.de.

17.11.2011 | Die Vitamin- und Nährwertangaben sind auf dem Nutella-Glas so gestaltet, dass sie Verbraucher in die Irre...

weiter in Nutella-Etikett kann Verbraucher in ...

Kommunen im Freistaat setzen Zeichen gegen Grüne Gentechnik

487 mal gelesen. Rang 12 auf biotech-info24.de.

30.05.2011 | Einheitliches Logo stärkt Initiative. Bayern soll selbst über den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen...

weiter in Kommunen im Freistaat setzen ...

Rund 65 Prozent der Deutschen achten beim Einkauf immer oder meist auf regionale Herkunft

372 mal gelesen. Rang 31 auf biotech-info24.de.

29.03.2011 | Sie wollen natürliche und authentische Lebensmittel, denen sie mehr vertrauen als industrieller Massenware....

weiter in Rund 65 Prozent der Deutschen ...

Wozu brauchen Privatleute Nachtsichtgeräte?

543 mal gelesen. Rang 9 auf biotech-info24.de.

01.03.2011 | Deutschland rüstet im Bereich der Überwachungstechnik immer mehr auf. Inzwischen wurden Nachtsichtgeräte...

weiter in Wozu brauchen Privatleute ...

Mehr Biolandbau ist vorbeugender Hochwasserschutz

435 mal gelesen. Rang 16 auf biotech-info24.de.

01.10.2010 | Eine Ausdehnung der ökologischen Landwirtschaft in Deutschland könnte einen wichtigen Beitrag zum vorbeugenden...

weiter in Mehr Biolandbau ist vorbeugender ...



Aktuelles

Reißfest, wasserdicht und kompostierbar: die Biomülltüte aus Ecovio

Bioabbaubarer Kunststoff hat sich im Praxistest bewährt

weiter ...

Biotechnologie- Industrie erwartet 2011 leichtes Wachstum

Die deutsche Biotech-Industrie erwartet für das Jahr 2011...

weiter ...

Neuigkeiten

Nutella- Etikett kann Verbraucher in die Irre führen

Die Vitamin- und Nährwertangaben sind auf dem Nutella-Glas...

weiter ...

Kommunen im Freistaat setzen Zeichen gegen Grüne Gentechnik

Einheitliches Logo stärkt Initiative. Bayern soll selbst...

weiter ...

Weitere Themen

Hybrid Antrieb - nicht nur für Autos?

Im Auto erlaubt der Hybridantrieb eine Vergrößerung der...

weiter ...

Verleihung des hessischen Ökopreises an Armin Trube

"Wir freuen uns sehr, die Ehrenplakette in Bronze an Armin...

weiter ...

Archiv

Chirurgie- Intensivkurs für Ingenieure

Um die Entwicklung neuer diagnostischer und therapeutischer...

weiter ...

Vodafone startet mit BufferBusters erstes augmented reality Spiel

Vodafone startet mit der Vodafone BufferBusters. App das...

weiter ...

Verschiedenes

Leuchtturm der Gesundheitsforschung

BMBF-Staatssekretär Schütte und Ministerpräsident Seehofer...

weiter ...

Röttgen muss EEG ökologischer gestalten

Die Öko-Verbände Bioland und Naturland kritisieren die...

weiter ...