In der Regionalstufe Jugend forscht junior Mecklenburg-Vorpommern präsentierten Nachwuchsteams in Rostock Projekte in den Bereichen Chemie, Mathematik/Informatik und Technik. Die Patenunternehmen WEMAG AG und Stadtwerke Rostock AG stellten Preisgelder und fachliche Unterstützung bereit. Lehrkräfte sowie wissenschaftliche Betreuer begleiteten die jungen Forscher. Beispielsweise untersuchten Teams biologische Abbauprozesse von Zigarettenstummeln und entwickelten algorithmische Modelle. Die prämierten Arbeiten qualifizieren sich für das Junior-Bundesfinale im Frühjahr 2026 in Herzogenaurach mit Landesvertretern und Praxiserfahrungen ausgestattet.
Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel
Vielfalt und Innovation prägen Jugend forscht MV zum Perspektivmotto

Jugend forscht junior Chemie (Foto: Stephan Rudolph-Kramer)
Im Rahmen des 36. Landeswettbewerbs Jugend forscht versammelten sich in der Rostocker Stadthalle 85 Nachwuchsforscher aus Mecklenburg-Vorpommern zu Präsentationen unter dem Leitgedanken „Maximale Perspektive“. Sie stellten 44 Projekte in den Bereichen Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik, Technik und Arbeitswelt vor. Die Beiträge beeindruckten durch kreative Ideen, methodische Präzision und Anwendungsorientierung. Begleitende Diskussionsrunden förderten den fachübergreifenden Austausch, in denen die Teilnehmer Netzwerke knüpften und konstruktive Rückmeldungen erhielten.
Zweistufige MINT-Partnerschaft: WEMAG seit 1991, Stadtwerke Rostock seit 2012
Die kontinuierliche Förderung des Jugend forscht Landeswettbewerbs in Mecklenburg-Vorpommern liegt seit 1991 in den Händen der WEMAG AG, die als Patenunternehmen finanzielle Mittel und logistische Hilfe bereitstellt. Ab 2012 verstärken die Stadtwerke Rostock AG das Angebot, um gemeinsam die Preisvergabe und Organisation abzusichern. Diese Kooperation garantiert jungen Forschern ausgezeichnete Rahmenbedingungen für ihre Projekte und unterstützt den Aufbau naturwissenschaftlich-technischer Kompetenzen durch nachhaltige Investitionen in Bildung und Infrastruktur effizient zielgerichtet vielfältig kompetenzorientiert.
MINT-Projekte wurden von unabhängiger Jury nach Kriterienkatalog detailliert bewertet

Jugend forscht junior Mathematik Informatik (Foto: Stephan Rudolph-Kramer)
Ein Gremium unabhängiger Expertinnen und Experten überprüfte die Einsendungen aus den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik. Mit klar definierten Kriterien analysierten sie Innovationsgrad, wissenschaftlichen Arbeitsaufwand und praktische Umsetzbarkeit. In persönlichen Beratungen verglichen sie die Einzelbewertungen und einigten sich auf die Rangfolge. Schließlich gaben sie die Preisträger bekannt und zeichneten die jeweils besten Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher mit den Landespreisen aus. Alle Schritte förderten Fairness, Transparenz.
Murche lobt wachsende Jugend forscht-Teilnehmerzahlen und starke familiäre Unterstützung
Anlässlich des Landeswettbewerbs Jugend forscht würdigte Thomas Murche, Technischer Vorstand der WEMAG AG, die wachsende Beteiligung junger Forscherinnen und Forscher. Er betonte den maßgeblichen Einsatz von Lehrkräften, fachlichen Betreuern und Eltern, ohne den viele Projekte nicht realisierbar wären. Murche sieht in dieser engen Zusammenarbeit die wesentliche Basis für innovative Forschungsideen. Diese Unterstützung stelle das solide Fundament dar, das den nachhaltigen Fortbestand des Wettbewerbs und die Förderung von MINT-Karrieren garantiert.
Jugend forscht Regionale Wettbewerbe fördern innovativen Energieeffizienzprojekte mit Zukunftsperspektive
Gerald Schubert, Geschäftsführer der Stadtwerke Rostock Netzgesellschaft mbH, hob hervor, dass das diesjährige Motto junge Softwarepioniere und Ingenieurtalente dazu ansporne, effiziente Konzepte für Meerwasserentsalzung zu entwickeln und smarte Beleuchtungssysteme zu realisieren. Er bezeichnete das finanzielle Engagement als zukunftsorientierte Investition in den Fachkräftenachwuchs der Energiewirtschaft. Nach seiner Einschätzung stärke diese Förderung nicht nur technisches Know-how, sondern sie sorge für verlässliche Nachwuchsentwicklung und sichere langfristig den regionalen Fortschritt in Energie und Umwelttechnik.
Ministerin betont Einsatzbereitschaft und Leidenschaft junger Forscherinnen und Forscher

Jugend forscht junior Technik (Foto: Stephan Rudolph-Kramer)
Die Wissenschaftsministerin Bettina Martin würdigte den intensiven Einsatz und die leidenschaftliche Energie der jungen Forschungsgruppen, die ihre Konzepte mit außerordentlichem Zeitaufwand präsentierten. Sie betonte, dass gerade individuelle Kreativität und ausgeprägter Entdeckerdrang essenzielle Faktoren für zukunftsweisende Innovationen in Mecklenburg-Vorpommern seien. Diese Dynamik fördere nicht nur das Zusammenwirken von akademischer und industrieller Forschung, sondern trage auch wesentlich dazu bei, die internationale Sichtbarkeit der Landesforschungslandschaft zu steigern und neue Kooperationsformen zu etablieren.
Viole: Zielgerichtete Methodik plus Spaß ergeben erfolgreiche Forschungsprojekte Jugendlicher
Dr. Uwe Viole, Fachreferent im Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung, würdigte das starke Interesse und die beständige Ausdauer jugendlicher Forschender. Er hob hervor, dass eine konsequente Anwendung wissenschaftlicher Instrumente wie präziser Datenerhebung und systematischer Auswertung Grundvoraussetzungen für belastbare Ergebnisse darstellt. Ebenfalls betonte er, dass der Spaß am forschenden Ausprobieren und Experimentieren als wesentliche Motivationsquelle fungiert und kreative Denkprozesse stimuliert sowie die Problemlösungskompetenz nachhaltig stärkt, die Teamfähigkeit fördert und Innovationskraft freisetzt.
Ohne Sponsorenbeteiligung wäre Landeswettbewerb laut Gallert wirklich nicht möglich
Heiko Gallert beschrieb als Landeswettbewerbsleiter die Rostocker Stadthalle als Ort einer besonders emotionalen und gemeinschaftsbildenden Veranstaltung. Er ging dabei auch auf die überproportional gestiegenen Kosten ein und erläuterte die dadurch notwendigen finanziellen Anpassungen. In seinem Dank an die WEMAG AG und die Stadtwerke Rostock AG würdigte er die entscheidende finanzielle Förderung und den umfassenden organisatorischen Rückhalt. Seiner Aussage nach wäre eine Austragung dieses Wettbewerbs ohne ihre Unterstützung nicht möglich gewesen.
Landessieger-Projekte glänzen in Personenzählung, Kryptographie Permutationen und autonomer Drohne
In der Arbeitswelt-Kategorie setzte sich ein KI-unterstütztes Personenzählsystem durch, das komplexe Szenarien dank Deep Learning zuverlässig auswertet. Eine herausragende Leistung in Mathematik und Informatik waren neue Ansätze nichtlinearer Permutationen zur Stärkung kryptographischer Verfahren. Technisch beeindruckte ein autonomes Modellflugzeug mit integrierter Kamerasensorik für Geländeerkundung und Bildanalyse. Alle drei Projekte wurden jeweils mit dem ersten Preis prämiert und sicherten ihren Teams die Qualifikation für das 61. Bundesfinale im Mai 2026 in Herzogenaurach.
Siegreiches Juniorteam: LumenCycle Technikkonzept überzeugt Jury im Regional Wettbewerb
Drei Nachwuchsteams setzten sich beim regionalen „Jugend forscht junior“ durch: Ein Chemieprojekt zeigte ein neuartiges Verfahren zur Aufbereitung von Zigarettenstummeln und untersuchte damit verbundene Schadstoffverteilungen. Ein Mathematik/Informatik-Team analysierte systematisch Diagonalen in Restklassenquadraten und entwickelte darauf aufbauende Algorithmen. Das Technikkonzept LumenCycle präsentierte adaptive LED-Leuchten mit Sensorsteuerung zur Optimierung von Lichtqualität und Energieverbrauch. Die Arbeiten beeindruckten durch methodische Strenge, kreative Lösungsansätze und praxisnahen Innovationsgrad im MINT-Bereich.
700-köpfiges Team fördert Energiewende mit Netzen, Glasfaser und Mobilität
Die Stadtwerke Rostock AG wiesen in ihrer Darstellung auf ihre umfassende Expertise in der nachhaltigen Energieversorgung hin. Ein Team von rund 700 Mitarbeiter kümmert sich um den Betrieb von Stromnetzen, Gasleitungen und Fernwärmeanlagen im Versorgungsgebiet. Daneben investieren sie in den Ausbau leistungsfähiger Glasfasernetze, die schnelle Datenübertragung vor Ort ermöglichen. Zudem setzen sie Smart-City-Technologien ein und entwickeln umweltverträgliche Mobilitätslösungen wie Elektromobilität und Bike-Sharing, um Verkehrsaufkommen und Schadstoffemissionen sukzessive zu verringern aktiv
Patenunternehmen investieren in Forschung, Bildung und Nachwuchsförderung für Zukunftstechniken
Landesweit vernetzt der Jugend forscht-Wettbewerb in Mecklenburg-Vorpommern talentierte Jugendliche mit etablierten Unternehmen, Hochschullehrern und Forschungseinrichtungen. Die Teilnehmern entwickeln innovative Konzepte zur Verbesserung von Energieeffizienz, Klimaschutz und digitaler Infrastruktur. Durch ein vielfältiges Betreuungsangebot und Präsentationsrunden gewinnen sie praxisnahe Einblicke in wissenschaftliche Arbeitsweisen und knüpfen wichtige berufliche Kontakte. Auf dieser Grundlage entstehen qualifizierte Nachwuchskräfte, die in Zukunft wesentliche Impulse für technologische Innovationen und die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende liefern, effizient und nachhaltig.

